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Eine Reise durch die Wüste – Part II: PARACAS & TAMBO COLORADO

Dieser Artikel ist die Fortsetzung von Eine Reise durch die Wüste – Part I: NAZCA & HUACACHINA.

Tag 3 – Paracas

Am nächsten Tag stehen wir in Paracas bereits um 7 Uhr auf, für eine Bootstour zu den Islas Ballestas, um Seelöwen, ganz viele Seevögel und Pinguine zu sehen. Ich habe im Nachhinein sehr gemischte Gefühle zur Bootstour. Das Boot recht groß, schnell und mit viel Auspuff. Dadurch hat sich die Tour sehr invasiv angefühlt. Ich habe das Gefühl, dass die Tierwelt dort nicht genug geschützt wird, und dass wenn sie mit dem Tourismus so weiter machen, es dort bald überhaupt keine Tiere mehr gibt. Das hat mich dann irgendwie traurig gemacht. Die Bootstour würde ich auf jeden Fall so nicht noch einmal machen.

Durch das natürliche Klimaphänomen „El Niño“, das durch den Klimawandel verstärkt wird und die Meerestemperatur vor der Küste Perus um ein paar Grade erwärmt, gibt es gerade eine echte Krise in Peru. Es soll eines der schlimmsten „El Niño“ Ereignisse seit Jahrzehnten werden mit Überschwemmungen an der Küste. Da der kalte nährstoffreiche Humboldt-Strom vor der Küste Perus ausfällt, gibt es viel weniger Fische, wodurch nicht nur die für Peru wichtige Fischindustrie leidet, sondern auch viele Meeresebewohner kein Futter mehr bekommen. Deswegen sind auch auf den Islas Ballestas, wohin wir die Bootstour machen, weniger Tiere als gewöhnlich.

Danach ging es direkt mit dem Bus zur Reserva Nacional de Paracas, eine geschützte Halbinsel. Hier trifft Wüste auf Meer.

Der Abend war geprägt von wilden Pelikanen, einen schönen Sonnenuntergang und einer leckeren veganen Ceviche.

Tag 4 – Tambo Colorado

Am nächsten Tag ging es für mich dann alleine nach Tambo Colorado, eine ehemalige Inkafestung und -siedlung. Dafür musste ich erst in die nahgeliegende Stadt Pisco und dann weiter mit dem Colectivo, eine Art kleiner Sammelbus.

Tambo Colorado ist weitaus weniger touristisch als Nazca, Huacachina und Paracas. Es war nämlich kaum jemand dort und der Mann, der dort arbeitet, hatte mir gesagt, dass an manchen Tagen niemand kommt. Und dabei gilt es als die besterhaltene Inkaruine an der Küste von Peru.

Ein Haken hatte diese Reise: es gab kaum Zeit für die anstehenden Klausuren zu lernen. Am Sonntag kam ich zurück, Montag und Dienstag hatte ich bereits jeweils eine Klausur. Viel Zeit zum Lernen blieb da nicht mehr, aber ich habe es natürlich trotzdem geschafft. Man muss eben manchmal Prioritäten setzen…

Lima, Province of Lima, Lima Metropolitan Area, Lima, Peru Nazca, Nasca, Province of Nasca, Ica, 11401, Peru Huacachina, Ica, Province of Ica, Ica, 11004, Peru Paracas, Province of Pisco, Ica, 11550, Peru Tambo Colorado, Vía de los Libertadores, Fundo Casablanca, Huaya Grande, Humay, Province of Pisco, Ica, Peru

2 Kommentare

  • Sanjiv Pradhanang

    Freute mich über deine Zeit in Peru auf Deutsch zu lesen! Tolle Bildern. Peru sieht sehr schön aus. Hoffentlich kann ich dort nächstes Jahr reisen. Viel Spaß. LG

    • Angelos

      Hallo Sanjiv, vielen Dank für deinen Kommentar. Es wäre mega cool, wenn du tatsächlich kommen kannst. Hoffentlich klappt es. Machu Picchu steht ganz oben auf meiner To-do-Liste. LG

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